Schach-Abteilung

Die Gründung erfolgte im Jahre 1953. Bedienstete des BKA fanden sich nach Dienstschluss zur Pflege ihres Hobbys – dem Schachspiel -, zusammen. Zunächst wurde eine Betriebssportgruppe gebildet, die eng mit dem Namen des langjährigen Vorsitzenden Heinz Gettkandt und den Herren Amend, Schlagetter und vieler anderer verbunden war.
Anfang der 60er Jahre erfolgte der Beitritt zum Hessischen Schachverband. Damit konnten die 1962 gezählten 18 Mitglieder auch an Wettkämpfen teilnehmen.

Im Jahre 1963 wurde zum 10jährigen Bestehen nicht nur zünftig gefeiert, sondern auch der erste Pokal bei einem Wettkampf unter Betriebsmannschaften gewonnen. 1963/64 siegte die BKA-Mannschaft in der Rheingau-Klasse II. Für die ersten Erfolge stehen die Schachspieler Wiedhöft, Arasimawitsch, Amend, Schindler, Risser, Dembach und andere.

In den Folgejahren mauserte sich die SG zum zweitstärksten Schachverein in Wiesbaden. Bei Wettkämpfen des Hessischen Schachverbandes konnten beachtliche Erfolge erzielt werden. Die organisatorischen Leistungen der beiden Vorstandsmitglieder Heinz Gettkandt und Jugendleiter Ferdinand Schlagetter wurden durch die Verleihung der silbernen Ehrennadel gewürdigt. Weit über die Grenzen Wiesbadens fand die Jugendgruppe Beachtung. 15 Mädchen und 20 Jungen kamen regelmäßig zum Schachspielen ins BKA-Casino. Höhepunkt war 1969 der Simultanwettkampf der BKA-Jugend gegen den Jugend-Europameister und späteren Großmeister Klaus Darga an 30 Brettern. Im Jahre 1974 nahm die BKA-Jugend mit zwei Teams an den Jugend-Mannschafts-Meisterschaften für 6er Teams im Bezirk Mittelrhein teil. Ein Jahr später gewann die Jugendmannschaft mit Lobron, Plaßmann, Ferguson, Betzelt, Busemann und Heider den Titel im Unterverband Mittelrhein.
Besonders stolz ist die Schachgemeinschaft auf einen der leistungsstärksten deutschen Großmeister, Eric Lobron, der in der Jugendgruppe seine ersten Gehversuche unternahm und große Erfolge erzielen konnte. 1974 wurde er Hessischer Schüler-Einzelmeister unter 16 Teilnehmern. Später folgten die Titel Hessischer Jugendmeister, Hessenmeister der Senioren und Internationaler Deutscher Meister. Wegen seiner Spielstärke wechselte Lobron als Jugendlicher in die 2. Bundesliga zu Schott Mainz und später in die 1. Bundesliga zu Königsspringer Frankfurt. Heute spielt er für SG Solingen in der 1. Bundesliga.
Aber auch die anderen Aktiven spielten erfolgreich. In den Schachwettbewerben war die SG mit drei 8er Teams vertreten. Die erste Mannschaft spielte in der UV-Klasse I. Damit hatte sie Fahrten bis Bingen, Bad Kreuznach und Idar-Oberstein zu bewältigen.

In den 70er Jahren erlebte die SG besondere Höhepunkte. An den Spielabenden trafen sich bis zu 70 Schachspieler im BKA-Casino. Vereinsturniere wurden in mehreren Klassen, bei den es um Auf- und Abstieg ging, ausgetragen. 1972/73 konnte in der UV II mit den Spielern Busch, Kettelhöhn, Lorenz, Emig, Dr. Kollmar und anderen die Mannschaftsmeisterschaft errungen werden. Zwei Jahre später errang die Mannschaft, die durch die Spieler Lobron, Schreiber, Most, Lau und Schwertel verstärkt wurde, den Titel in der UV I und erreichte damit den Aufstieg in die Landesliga Südwest, der die SG bis Ende der 70er Jahre angehörte. 1979/80 träumte man sogar vom Aufstieg in die Oberliga.

Die SG BKA schließt sich dem PSV Grün-Weiß Wiesbaden an. Auslöser waren die schwierigen organisatorischen und andere widrige Umstände. Die Ereignisse um die RAF und der damit verbundenen Gefahr von Terroranschlägen veranlasste die Amtsleitung, den freien Spielbetrieb zu untersagen. Plötzlich stand die SG „auf der Straße“. Der Vorstand wechselte; es begann die Ära Schwertel und Röder. Um den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können, musste eine neue Heimat gesucht werden. Man versuchte sich für kurze Zeit im Saal der evangelischen Thomasgemeinde. Es folgte das Gemeindezentrum Schelmengraben. Nach einem kurzen Sommer mit schwindenden Mitgliedern und etlichen Pannen musste der dritte Versuch unternommen werden. Im Casino des Statistischen Bundesamtes fand man eine Bleibe. Gerade zu dieser Zeit erbte der Konkurrenzverein 1885 von einem Gönner ein Gasthaus. Dies war für die besten SG-Spieler nach einer stürmischen Mitgliederversammlung Veranlassung, den Verein zu wechseln. Der „Restverein“ musste mit seinen verbliebenen Mannschaften in die Niederungen der UV-Klassen absteigen. Wir waren aber froh, dass wir mit den Mannschaftskämpfe im „Goldenen Springer“, dem Spiellokal der 1885er, ein Ausweichquartier und damit eine vorläufige Bleibe fanden.
Zu Beginn der 80er Jahre übernahm Reinhold Preuß den Vorsitz. Mit ihm gelang es, die Vereinsturniere wieder im BKA auszutragen. Die Wettkämpfe fanden allerdings weiterhin im „Goldenen Springer“ statt. Der Neuanfang blieb schwierig. Es dauerte einige Jahre, bis die SG wieder zwei neue Mannschaften stellen konnte, die allerdings nicht von einem Aufstieg träumen konnten. Anfang der 90er Jahre gab es nur noch eine Mannschaft. Dies lag nicht zuletzt daran, dass einige Spieler ihre Aktivitäten reduzieren wollten. Vorsitzender wurde Herbert Röder, der bis zu seinem Tod neben der Vorstandstätigkeit auch als Turnierleiter und Mannschaftsführer der Verbandsklassenmannschaft fungierte.

Es beginnt eine neue Ära. Leo Schuster übernimmt den Vorsitz und Wolfgang Ertelt die Mannschaftsführung und Turnierleitung. Mit neuem Schwung und verstärktem Engagement erreichen die Schachspieler 1994/95 Rang drei, ein Jahr später Rang sechs unter zehn Teams in der Verbandsklasse. 1996/97 konnte lediglich Platz acht erreicht werden. Das Spielerpotential ließ kein besseres Ergebnis zu. Doch 1997/98 lief es schon wieder besser. Hinter Erbach, Geisenheim, Taunusstein und 1885 III konnte immerhin Platz fünf errungen werden. Im Jahre 1998/99 erreichte die Mannschaft, die nach den Deutschen Polizeimeisterschaften eine Verstärkung erfuhr, in der Bezirksoberliga Mittelrhein Platz zwei. Sie unterlag lediglich knapp dem späteren Aufsteiger Taunusstein.

Wir spielen jeweils donnerstags um 19:30 Uhr in der Cafeteria des Bundeskriminalamts in der Thaerstraße 11 in Wiesbaden. Am Eingang wird um Vorlage des Personalausweises gebeten.
Besucher die Interesse am Schach haben, laden wir ein, uns kennenzulernen und am Spielabend einmal hereinzuschauen.
Kontaktaufnahme ist möglich bei

Information und Anmeldung

Jörg Ziegler
Werderstr. 3
65195 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 9404790

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